Welche Versicherungen braucht man in der Gastronomie?

Welche Versicherungen sind für Restaurant, Café, Eisdiele, Bäckerei, Catering oder Ghost Kitchen wichtig? Praxisnahe Checkliste für Gastro-Inhaber:innen zu Haftpflicht, Inventar, Inhaltsversicherung, Ertragsausfall, Rechtsschutz und Cyber.
Checkliste für Gastronomieversicherung

Von , Versicherungsexperte für Gastronomie in Berlin · Aktualisiert am 18. Oktober 2026 · fachlich geprüft

Für die meisten Gastronomiebetriebe bilden drei Versicherungen die Grundlage: Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung und Ertragsausfallversicherung. Sie schützen dich bei Schadenersatzforderungen, Schäden an deiner Einrichtung und einem Betriebsausfall nach einem versicherten Schaden.

Rechtsschutz, Cyber- und Betriebsschließungsschutz ergänzen die Absicherung. Was du davon brauchst, hängt von deinem Laden ab: Was bietest du an? Welche Geräte und Waren hast du? Welche Kosten laufen weiter, wenn du schließen musst?

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Die wichtigsten Gastronomie-Versicherungen auf einen Blick

Welche Versicherung schützt welchen Bereich?
Versicherung Das sichert sie ab
Betriebshaftpflicht Wenn Gäste oder andere durch deinen Betrieb einen Schaden erleiden.
Inhaltsversicherung Für versicherte Schäden an deiner Küche, Einrichtung, Technik, Waren und Vorräten. Zum Beispiel Feuer oder Leitungswasserschäden.
Ertragsausfall Für fortlaufende Kosten und entgangenen Gewinn nach einem versicherten Schaden.
Rechtsschutz Für Kosten von Rechtsstreitigkeiten in den versicherten Bereichen.
Cyberversicherung Für Hilfe und versicherte Kosten nach einem Cybervorfall.

Welche Versicherungen sind in der Gastronomie Pflicht?

Für einen üblichen Restaurant-, Café- oder Imbissbetrieb ist die Betriebshaftpflicht grundsätzlich keine gesetzliche Pflichtversicherung. Trotzdem gehört sie zur wichtigsten Absicherung. Ein Vermieter oder Veranstalter kann einen Versicherungsnachweis vertraglich verlangen.

Daneben gibt es gesetzliche Pflichten, die du getrennt davon beachten musst:

    • Gesetzliche Unfallversicherung: Melde deinen Betrieb innerhalb einer Woche nach Eröffnung bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) an. Als Eröffnung zählen schon Vorarbeiten wie der Küchenumbau. Ab dem ersten Arbeitstag sind Beschäftigte und Aushilfen gegen Arbeits- und Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten versichert. Neue Beschäftigte musst du zusätzlich spätestens bei Arbeitsbeginn per Sofortmeldung an die Rentenversicherung melden. Du selbst bist als Inhaber nicht automatisch versichert. Dafür gibt es die freiwillige Unternehmerversicherung der BGN. [1]
  • Kfz-Haftpflicht: Nutzt du versicherungspflichtige Fahrzeuge, etwa Lieferautos oder einen Foodtruck, brauchst du dafür die vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht. Die Betriebshaftpflicht ersetzt sie nicht. [2]

Auch deine persönliche Kranken- und Pflegeversicherung gehört zur Pflichtabsicherung. Wie du dich bei Krankheit, Berufsunfähigkeit oder im Alter absicherst, ist ein eigenes Thema. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf deinen Betrieb. [3]

Betriebshaftpflicht für Gastronomie: Welche Schäden sind versichert?

Die Betriebshaftpflicht ist das Fundament jeder Gastro-Absicherung. Sie schützt dich, wenn durch deinen Betrieb oder deine Mitarbeitenden Personen oder fremde Sachen zu Schaden kommen. Dazu können auch finanzielle Folgen gehören, etwa der Verdienstausfall eines verletzten Gastes.

Die Betriebshaftpflicht prüft den Anspruch, wehrt unberechtigte Forderungen ab und übernimmt berechtigte Schadenersatzleistungen im vereinbarten Umfang.

Typische Haftpflichtschäden in der Gastronomie

  • Ein Gast stürzt: Eine Getränkelache wird zu spät weggewischt. Ein Gast rutscht aus, bricht sich den Arm und kann mehrere Wochen nicht arbeiten.
  • Gäste werden nach dem Essen krank: Mehrere Gäste machen eine Lebensmittelvergiftung geltend und fordern Schmerzensgeld und Behandlungskosten. Hier ist auch der Schutz für Schäden durch deine Speisen wichtig. Das nennt sich Produkthaftpflicht.
  • Beim Catering wird etwas beschädigt: Beim Aufbau eines Buffets wird der Parkettboden des Kunden zerkratzt oder der Teppich beschmutzt.
  • Heiße Speisen verursachen Verbrennungen: Beim Servieren kippt heiße Suppe auf einen Gast.

Wichtig ist, dass deine tatsächlichen Tätigkeiten im Vertrag stehen. Ein Restaurant mit Lieferservice oder Catering braucht eine passende Betriebsbeschreibung. Prüfe auch Schäden an gemieteten Räumen. Solche Schäden heißen Mietsachschäden.

Aus meiner Praxis

Bei Bestandsprüfungen fällt mir auf, dass in der Betriebshaftpflicht weniger Mitarbeiter angegeben sind, als tatsächlich im Betrieb arbeiten. Deshalb gleiche ich die Angaben in der Police mit dem aktuellen Team ab. Neue Mitarbeiter und Aushilfen gehören in diese Prüfung.

Als Einzelunternehmer haftest du grundsätzlich auch mit deinem Privatvermögen. Bei einer GmbH haftet für Schulden und Verpflichtungen der Gesellschaft grundsätzlich das Gesellschaftsvermögen. Eine persönliche Haftung kann in besonderen Fällen hinzukommen. Die Rechtsform ersetzt deshalb keine passende Absicherung. [4]

Mehr dazu: Typische Haftungsfälle in der Gastronomie.

Inhaltsversicherung für die Gastronomie: Inventar, Technik und Waren absichern

Die Inhaltsversicherung wird auch Inventarversicherung genannt. Sie schützt die versicherten Sachen in deinem Betrieb. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Küchentechnik wie Herd, Ofen, Spülmaschine und Kühlgeräte,
  • Theke, Möbel und Kassensystem,
  • Waren und Vorräte wie Lebensmittel, Getränke und Spirituosen.

Typische versicherbare Gefahren sind Brand, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl sowie Sturm und Hagel. Entscheidend ist, welche Gefahren vereinbart sind. Überschwemmung, etwa durch Starkregen, und Rückstau gehören zu den zusätzlichen Naturgefahren, oft Elementarschäden genannt. Sie müssen häufig gesondert vereinbart werden.

Küchenbrand: Was übernimmt die Inhaltsversicherung?

Ein technischer Defekt führt zu einem Feuer. Die Feuerwehr löscht den Brand. Küchentechnik, Vorräte und Teile des Gastraums sind zerstört oder verrußt oder von dem Löschwasser beschädigt. Bei einem versicherten Brand betrifft die Inhaltsversicherung den Ersatz oder die Reparatur der versicherten Einrichtung und Waren.

Wichtig ist der richtige Neuwert: Was kostet es heute, deine gesamte versicherte Ausstattung neu zu kaufen? Der alte Kaufpreis oder der Gebrauchtwert reicht dafür oft nicht aus.

Ist die Versicherungssumme zu niedrig, kann der Versicherer den Schaden wegen Unterversicherung nur anteilig ersetzen. Deshalb solltest du den aktuellen Neuwert regelmäßig prüfen.

Aus meiner Praxis

Bei der Inhaltsversicherung sehe ich, dass der aktuelle Neuwert des gesamten Inventars nicht immer ausreichend erfasst ist. Oft fehlen auch neu angeschaffte Geräte in der Berechnung. Dadurch entsteht eine Unterversicherung. Ich gehe deshalb mit dir durch, was heute im Betrieb steht und was die Neuanschaffung kosten würde.

Inhaltsversicherung: Was gilt für Kühlgut, Außenmöbel und Bargeld?

Kühlgut: Fällt nachts der Strom oder die Kühlanlage aus, können Lebensmittel verderben. Prüfe, welche Ursachen versichert sind und bis zu welcher Höhe die Waren ersetzt werden. Die Reparatur des Kühlgeräts ist eine eigene Frage. Ein versichertes Gerät ist nicht automatisch gegen jeden technischen Defekt geschützt.

Für Schäden an den Geräten selbst kommt je nach Gerät und Schadenursache eine Elektronik- oder Maschinenversicherung infrage. Welche Defekte sie abdeckt, hängt vom vereinbarten Schutz ab.

Außenbestuhlung: Tische, Stühle, Schirme oder Heizstrahler stehen oft im Freien. Prüfe, ob sie am jeweiligen Standort gegen Sturm, Hagel und einfachen Diebstahl versichert sind. Achte auch auf die Entschädigungsgrenze: Sie muss zum Wert deiner Außenbestuhlung passen.

Bargeld: Für Geld in der Kasse oder im Tresor können unterschiedliche Grenzen und Aufbewahrungsvorgaben gelten. Prüfe, ob sie zu deinen Tagesumsätzen und Abläufen passen.

Ein Fall aus meiner Schadenbegleitung

Praxisfall: 800 Euro Bargeld nach einem Einbruch erstattet

Bei einem von mir betreuten Einbruchschaden wurden 800 Euro Bargeld innerhalb von 24 Stunden erstattet. Der Fall zeigt, wie hilfreich klare Abläufe und vollständige Unterlagen sind. Die Bearbeitungsdauer hängt vom jeweiligen Schaden und den benötigten Nachweisen ab.

Auch die Eigentumsverhältnisse sind wichtig: Gehören dir die Geräte? Sind sie geleast? Welche Einbauten hast du bezahlt, und was gehört dem Vermieter? Das sollte bei der Absicherung geklärt sein.

Mehr dazu: Inventar richtig bewerten und Unterversicherung vermeiden.

Ertragsausfall: Wenn nach einem Schaden der Umsatz fehlt

Nach einem Brand oder größeren Wasserschaden fehlen oft die Einnahmen. Miete, Löhne und Leasingraten laufen aber weiter.

Hier setzt die Ertragsausfallversicherung an. Sie wird auch Betriebsunterbrechungsversicherung genannt. Nach einem versicherten Schaden ersetzt sie den entgangenen Betriebsgewinn und die fortlaufenden versicherten Kosten.

Rohrbruch im Restaurant: Wer ersetzt den Ertragsausfall

Wasser beschädigt Möbel und Einrichtung. Während der Reparatur kannst du keine Gäste empfangen. Die Inhaltsversicherung betrifft die beschädigten Sachen. Der Ertragsausfallschutz betrifft die wirtschaftlichen Folgen der Unterbrechung.

Prüfe zwei Punkte besonders: Reicht die Versicherungssumme? Und wie lange wird gezahlt? Diese vereinbarte Dauer heißt Haftzeit. Sie sollte auch die Zeit abdecken, die Reparaturen, Lieferungen und die Wiederaufnahme des Betriebs brauchen können.

Eine Haftzeit kann zum Beispiel 12 oder 24 Monate betragen. Welche Dauer passt, hängt davon ab, wie lange Reparatur, Ersatzbeschaffung und Wiedereröffnung realistisch dauern können.

Die korrekte Versicherungssumme ermitteln wir anhand der BWA. Es ist der ganzjährige Rohertrag. Rohertrag ist der Umsatz abzüglich Wareneinsatz.

Rechenbeispiel: Jahres-Rohertrag und Ertragsausfall

Bei 800.000 Euro Rohertrag im Jahr sind das im Durchschnitt rund 66.700 Euro pro Monat. Dieser Rohertrag kann bei einem längeren Ausfall fehlen. Die Monatszahl hilft bei der Einordnung. Sie ist keine feste monatliche Auszahlung der Versicherung.

Mehr dazu: Ertragsausfallversicherung für Gastronomiebetriebe.

Betriebsschließungsversicherung: Wann zahlt sie?

Ordnet eine Behörde eine Schließung an, gelten andere Voraussetzungen. Dafür kommt ein gesonderter Betriebsschließungsschutz infrage.

Bei meinGastroSchutz wird dieser Schutz als optionaler Baustein angeboten. Voraussetzung ist eine behördliche Einzelverfügung wegen einer im Betrieb aufgetretenen Krankheit oder eines Krankheitserregers. Versichert sind nur die in den Bedingungen aufgeführten Krankheiten und Erreger. Dazu können typische Gastro-Fälle wie mikrobiell bedingte Lebensmittelvergiftungen, akute Magen-Darm-Infektionen, Noroviren und Salmonellen gehören. Schließungen per Allgemeinverfügung, etwa in einer Pandemie, sind nicht versichert.

Ersetzt werden fortlaufende Kosten und entgangener Gewinn für maximal 30 Schließungstage. Hinzu kommen vereinbarte zusätzliche Aufwendungen, zum Beispiel für Desinfektion. [5]

Zahlt die Versicherung bei einer Schließung wegen Hygienemängeln?

Die Versicherung zahlt nicht bei jeder behördlichen Schließung. Hygienemängel allein bedeuten noch nicht, dass dein Betriebsschließungsschutz greift. Entscheidend sind der Grund der Anordnung und dein Vertrag. Prüfe, welche Krankheiten und Erreger erfasst sind, welche behördliche Anordnung verlangt wird und wie viele Schließungstage versichert sind.

Firmenrechtsschutz für die Gastronomie: Welche Streitigkeiten sind versichert?

Streit mit dem Vermieter, eine Kündigung im Team oder Streitigkeiten mit einem Lieferanten: Solche Konflikte können Anwalts- und Gerichtskosten verursachen.

Eine betriebliche Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten in den vereinbarten Rechtsbereichen. Achte darauf, was dein Betrieb braucht:

  • Arbeitsrecht: etwa bei einem Streit nach einer Kündigung.
  • Mietrecht: etwa bei Mängeln oder Streit um deine Gewerberäume.
  • Ordnungswidrigkeiten- und Strafrechtsschutz: für versicherte Vorwürfe gegen dich oder deinen Betrieb.
  • Vertragsrecht: Prüfe gesondert, welche Streitigkeiten mit Lieferanten oder anderen Vertragspartnern versichert sind. Ein Baustein für Hilfsgeschäfte deckt nicht automatisch alle Lieferverträge ab.

Ein Lieferantenstreit ist nicht automatisch in jedem Firmenrechtsschutz enthalten. Deshalb schauen wir uns die einzelnen Bereiche an. [6]

Cyberversicherung: Wenn Kasse, Bestellsystem oder Daten angegriffen werden

Kassensystem, Kartenzahlung, Onlinebestellungen und Reservierungen gehören zum Alltag vieler Betriebe. Ein Cyberangriff kann diese Abläufe unterbrechen oder Kundendaten betreffen.

Eine Cyberversicherung kann unter anderem folgende Hilfe und Kosten abdecken:

  • IT-Fachleute, die den Angriff untersuchen und begrenzen,
  • Wiederherstellung von Daten und Systemen,
  • versicherte Betriebsunterbrechungen nach einem Cybervorfall,
  • Schadenersatzansprüche und Unterstützung bei nötigen Datenschutzmeldungen.

Der genaue Umfang steht im Vertrag. Ein defektes Kartenlesegerät oder ein allgemeiner Internetausfall ist nicht automatisch ein Cyberversicherungsfall. Wichtig ist auch, welche Vorgaben zur IT-Sicherheit du erfüllen musst, etwa zu Updates, Zugängen und Datensicherung.

Gastronomie-Versicherung nach Betriebsart: Worauf kommt es an?

Die passenden Versicherungen hängen nicht nur von der Größe deines Betriebs ab. Entscheidend ist auch, wie du arbeitest. Auch bei Eisdielen, Bäckereien und Ghost Kitchens kommt es auf die Abläufe und die Ausstattung an.

Catering und Veranstaltungen
Du arbeitest außerhalb deiner eigenen Räume. Melde diese Tätigkeiten und prüfe den Schutz für mitgenommene Geräte, gemietete Sachen und Schäden beim Kunden.
Eigener Lieferservice
Erfasse die Lieferung in deiner Betriebsbeschreibung. Kläre außerdem, wem die Fahrzeuge gehören und wie die gewerbliche Nutzung versichert ist.
Terrasse oder Biergarten
Prüfe Außenmöbel, Sonnenschirme und weitere Sachen im Freien. Standort, Diebstahlschutz und Naturgefahren sind dabei wichtig.
Pizza-Lieferservice
Viele Mitarbeiter sind zu Kunden unterwegs. Dazu kommen eine schnelle Zubereitung, viel Vorbereitung und Kühlung. Prüfe deshalb neben dem Schutz im Laden auch Lieferfahrten, eingesetzte Fahrzeuge und Kühlgut.
Bäckerei oder Café mit eigener Backstube
Maschinen und Öfen gehören zu den wichtigen Werten im Betrieb. Früher Arbeitsbeginn und der Verkauf eigener Produkte prägen den Alltag. Erfasse die Technik zum aktuellen Neuwert und berücksichtige eigene Backwaren in der Betriebsbeschreibung.
Ghost Kitchen
Bestellungen über Lieferplattformen machen den Betrieb stark von digitalen Abläufen abhängig. Prüfe deshalb auch den Cyberschutz. Ein bloßer Plattformausfall ist kein versicherter Sachschaden und löst den hier beschriebenen Ertragsausfallschutz nicht aus.
Foodtruck oder mobiler Stand
Hier kommen Fahrzeug, Einbauten und wechselnde Standorte hinzu. Ein stationärer Vertrag lässt sich nicht einfach auf jeden mobilen Betrieb übertragen.

Für den mobilen Verkauf: Welche Versicherungen braucht ein Streetfood-Stand?

Gehört dir das Betriebsgebäude, gehört auch die Gebäudeversicherung in den Check. Bei gemieteten Räumen klären wir, was dein Vermieter versichert und welche eigenen Einbauten du absichern musst.

Was kostet eine Gastronomie-Versicherung?

Ein kleines Café braucht eine andere Absicherung als ein Restaurant mit großer Küche, Terrasse und Lieferservice. Einen passenden Beitrag kann man deshalb erst berechnen, wenn der Betrieb bekannt ist.

Wichtige Angaben sind:

  • Betriebsart, Standort und zusätzliche Tätigkeiten,
  • Umsatz, Mitarbeitende und Größe des Betriebs,
  • Neuwert der Einrichtung, Technik und Vorräte,
  • fortlaufende Kosten und möglicher Betriebsgewinn,
  • gewünschter Umfang, Versicherungssummen und Selbstbeteiligungen,
  • bestehende Verträge und bisherige Schäden.

Vergleiche deshalb immer Beitrag und Leistung zusammen. Eine höhere Selbstbeteiligung bedeutet, dass du im versicherten Schadenfall einen größeren Teil selbst trägst. Auch besondere Selbstbeteiligungen für einzelne Leistungen gehören in den Vergleich.

Für eine erste Einschätzung helfen deine bisherigen Verträge und eine Übersicht deiner Ausstattung. Ich gehe mit dir durch, was vorhanden ist, welche Werte abgesichert werden müssen und wo noch Fragen offen sind.

Für deinen Restaurantbetrieb: Versicherung für Restaurants.

Checkliste: Passt der Versicherungsschutz zu deinem Gastronomiebetrieb?

Gehe die Fragen mit deinen Unterlagen durch. Halte für jeden Punkt fest: Ja, Nein oder Unklar. Alles, was offen bleibt, gehört in deinen Versicherungscheck.

  1. Ist dein Betrieb richtig beschrieben?
    Restaurant, Franchise-Betrieb, Café, Mensa, Bäckerei, Eisdiele, Pizza-Lieferservice oder Ghost Kitchen: Die Beschreibung muss passen. Catering, Veranstaltungen und Lieferung mit aufnehmen, wenn du sie anbietest.
  2. Passt die Betriebshaftpflicht zu deinen Tätigkeiten?
    Gäste, Schäden durch Speisen, Arbeiten beim Kunden und Schäden an gemieteten Räumen prüfen.
  3. Reicht die Versicherungssumme für dein Inventar?
    Einrichtung, Technik, Waren und Vorräte zum heutigen Neuwert erfassen.
  4. Sind die wichtigen Gefahren versichert?
    Brand, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm und Hagel sowie weitere Elementargefahren (Naturgefahren) prüfen.
  5. Ist dein Kühlgut passend abgesichert?
    Ursachen des Verderbs und versicherte Warenwerte nachsehen.
  6. Passen die Regeln für Bargeld und Sachen im Freien?
    Aufbewahrung, Standorte, Diebstahlarten und Grenzen prüfen.
  7. Reicht dein Ertragsausfallschutz?
    Die richtige Versicherungssumme ermittelst du anhand deiner BWA. Der ganzjährige Rohertrag ist die korrekte Versicherungssumme.
  8. Ist Betriebsschließungsschutz vereinbart, wenn du ihn brauchst?
    Versicherte Anlässe, behördliche Anordnung und Zahl der Schließungstage nachlesen.
  9. Deckt dein Rechtsschutz die benötigten Bereiche ab?
    Arbeits-, Miet- und gegebenenfalls Firmenvertragsrecht sowie versicherte Vorwürfe prüfen.
  10. Passt der Cyberschutz zu deinen digitalen Abläufen?
    Kasse, Bestellungen, Reservierung, Daten und Anforderungen an die IT-Sicherheit berücksichtigen.
  11. Sind Fahrzeuge und mobile Einsätze geklärt?
    Fahrzeug, Einbauten, mitgenommene Sachen und gewerbliche Nutzung auseinanderhalten.
  12. Kennst du deine Selbstbeteiligungen und den Meldeweg im Schadenfall?
    Auch besondere Selbstbeteiligungen einzelner Leistungen nachsehen und den Ansprechpartner festhalten.

Häufige Fragen zur Gastro-Versicherung

Restaurant eröffnen: Welche Versicherungen brauche ich?

Kläre zuerst Betriebshaftpflicht, Inhalt und Ertragsausfall. Der Schutz muss zu deiner Tätigkeit und zum Start deines Betriebs passen. Erfasse die Ausstattung zum Neuwert und die Kosten, die bei einer Schließung weiterlaufen. Prüfe außerdem früh, ob Mietvertrag, Fahrzeuge, Personal oder digitale Bestellungen weitere Absicherung brauchen.

Welche Versicherungen braucht ein Imbiss oder Foodtruck?

Du brauchst Schutz für deine tatsächlichen Risiken. Auch ein kleiner Betrieb kann einen Gast schwer verletzen. Bei Einrichtung und Waren kommt es dagegen auf deine Werte an. Ein Foodtruck braucht zusätzlich eine passende Einordnung von Fahrzeug, Einbauten und mobilen Einsätzen. Eine kurze Speisekarte oder wenig Umsatz beantworten diese Fragen noch nicht.

Gepachtetes Restaurant: Wer versichert das Inventar?

Wer die gepachtete Einrichtung versichert, regelt dein Pachtvertrag. Das Inventar des Verpächters bleibt sein Eigentum. Kläre deshalb, wer für die Absicherung zuständig ist. Eigene Einbauten und Waren gehören in deine eigene Absicherung.

Sind Aushilfen und Minijobber im Gastrobetrieb mitversichert?

Ja, Aushilfen und Minijobber sind als Beschäftigte ab dem ersten Arbeitstag über die BGN gesetzlich unfallversichert. Deinen Betrieb musst du bei der BGN anmelden. In der Betriebshaftpflicht müssen die Beschäftigten und ihre Tätigkeiten vom vereinbarten Schutz erfasst sein. Melde deshalb Änderungen im Team und prüfe die Angaben in deiner Police. [1]

Was mache ich in den ersten Stunden nach einem Schaden?

Sorge zuerst für Sicherheit und melde den Schaden so schnell wie möglich bei deinem Ansprechpartner oder Versicherer. Begrenze weitere Schäden, soweit das gefahrlos möglich ist. Mache Fotos und entsorge beschädigte Sachen nicht vorschnell. Ich begleite dich bei der Schadenaufnahme, den Unterlagen und der Abstimmung mit dem Versicherer.

Wie oft sollte ich meine Gastro-Versicherung anpassen?

Prüfe deinen Schutz mindestens einmal im Jahr und zusätzlich, sobald sich dein Betrieb verändert. Bei meinen Kunden aktualisieren wir den Vertrag gemeinsam, sobald die Geschäftszahlen des Vorjahres vorliegen. Melde Umbauten, neue Technik, Catering, Lieferservice oder mehr Personal direkt, damit wir den Schutz anpassen können.

Ich betreue dich persönlich, auch vor Ort. Deine bisherigen Verträge sind ein guter Ausgangspunkt für unseren Versicherungscheck.

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